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    Hämochromatose

    Die Hämochromatose, auch Eisenspeicherkrankheit genannt, beruht auf einem Gendefekt (c282y-Mutation). Im Normalfall nehmen wir durch unsere Ernährung Eisen in den Körper auf. Dieses wird beispielsweise bei der Herstellung neuer roter Blutkörperchen (Erythrozyten) gebraucht. Überschüssiges Eisen speichert der Körper dann zum Beispiel in der Leber.

    Bei der Hämochromatose ist die Eisenaufnahme gestört, sodass zu viel eisen in das Blut gelangt. Dadurch steigt die Konzentration im Blut an. Außerdem wird auch eine zu große Menge Eisen in verschiedene Organe abgelagert (vor allem in Bauchspeicheldrüse, Leber, Gelenke und Herz).

    Therapie mit Erythrozyt-Apherese

    Bevor eine Erythrozyt-Apherese durchgeführt wird, erhält der Patient eine Erythropoetin-Injektion. Diese bewirkt, dass die roten Blutkörperchen massiv zum Wachstum stimuliert werden. Für die Bildung der roten Blutkörperchen wird dann vermehrt Eisen aus dem Körper benötigt, das aus der Leben und den Organen entnommen wird, in denen es zu viel gespeichert ist.

    Im Anschluss erfolgt eine Erythrozyt-Apherese, die die vermehrten Erythrozyten ausfiltert.
    Je nach Ausgangswert des Patienten, sind etwa 3 bis 15 solche Behandlungen notwendig, um Normwerte und Symptomfreiheit zu erreichen.

    Ein enormer Vorteil dieser Therapie sind die symptomfreien Intervalle zwischen den Apheresen, denn nach jetzigen Erfahrungen muss sie nur alle 2-3 Jahre wiederholt werden.

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