Was ist eine Apherese?
Der Begriff Apherese kommt aus dem Griechischen und bedeutet „wegnehmen“. Umgangssprachlich wird Sie auch als Blutwäsche oder Blutreinigung bezeichnet.
Bei der Apherese handelt es sich um ein Blutseparationsverfahren, bei dem das Blut in seine verschiedenen Bestandteile aufgetrennt wird. Dies geschieht außerhalb des Körpers mit Hilfe einer Apheresemaschine. Dabei können einzelnen Blutbestandteile dann für therapeutische Präparate benutzt werden.
Außerdem ist es möglich, krankmachende oder unerwünschte Anteile des Blutes oder des Plasmas zu entfernen.
Wie führt man eine Apherese durch?
Das Blut des Patienten wird aus der Armvene entnommen und in ein geschlossenes, steriles Schlauchsystem geleitet. In der Apheresemachine wird ihm eine geringe Menge Antikoagulans (gerinnungshemmendes Mittel) hinzugefügt. Dann wird die Mischung an einen Zellseparator weitergeleitet. Durch Zentrifugation teilen sich die Blutbestandteile in einem künstlichen Schwerefeld entsprechend ihrer Dichte in Schichten auf und können gezielt entnommen werden. Zusätzlich können einzelne Stoffe durch Filtration gewonnen werden.
Das gereinigte Blut oder Blutplasma fließt anschließend wieder in den Körper des Patienten zurück.
Welche verschiedenen Arten von Apheresen gibt es?
Prinzipiell wird zwischen der Plasmaseparation und der Vollblutapherese unterschieden.
Bei der Plasmaseparation wird zuerst das Blutplasma von den festen Bestandteilen des Blutes getrennt und dann erst das Plasma von krankmachenden Substanzen gereinigt. Diese Art der Blutwäsche kann wiederum auf zwei verschiedenen Arten erfolgen:
- Unselektive Plasmapherese: Das Plasma des Patienten wird vollständig durch eine spezielle Nährlösung ersetzt.
- Selektiver Plasmaaustausch: Nur spezielle Substanzen werden aus dem Plasma des Patienten gefiltert; das übrige Plasma wird zurückgeführt.
Bei der Vollblutapherese wird das Blut nicht zunächst in Blutplasma und Blutzellen getrennt. Bestimmte Stoffe werden direkt aus dem Vollblut entfernt. Hierbei können außerdem Thrombozyten (Blutplättchen), Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Blutplasma oder Blut-Stammzellen gewonnen werden.
Je nach Erkrankung werden diese dann therapeutisch eingesetzt.
