Autoimmunkrankheiten
Der Begriff Autoimmunkrankheiten umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten, bei denen sich das körpereigene Immunsystem gegen seine eigenen Zellen und Strukturen wendet. Je nachdem welche Organe oder Gewebe betroffen sind, können verschiedene Symptome auftreten.
Eigentlich schützt uns unser Immunsystem vor körperfremden Stoffen wie schädliche Bakterien oder Viren. Bei Autoimmunkrankheiten allerdings unterscheidet es nicht mehr richtig zwischen körpereigenen und körperfremden Zellen.
Diese „falsche“ Immunreaktion begrenzt sich auch nicht auf bestimmte Strukturen oder Organe, sodass je nach Ausprägung jedes Organ betroffen sein kann. So gibt es Autoimmunkrankheiten der Haut, der Schilddrüse, der Niere, der Leber, des Auges, des Darms, der Lunge und vielen weiteren Strukturen.
Leider ist die eigentliche Ursache von Autoimmunkrankheiten noch nicht bekannt, weshalb sie in der Folge auch nicht richtig behandelt werden kann. Allerdings können die Symptome der unterschiedlichen Erkrankungen behandelt und gemildert werden, beispielsweise durch Apheresen.
Therapie mit Plasmapherese
Bei Autoimmunkrankheiten bildet der Organismus Antikörper gegen Stoffe des eigenen Körpers. Diese Immunkomplexe werden im Blut an verschiedene Stellen im Körper transportiert und führen zu entzündlichen Reaktionen. Durch diese Entzündungen entstehen oft schwerwiegende Krankheitssymptome, die die Lebensqualität der Patienten enorm einschränken.
Die Plasmapherese kann diese schädlichen Immunkomplexe aus dem Blut herausfiltern. Außerdem ist es möglich, einen Großteil des Plasmas durch eine spezielle Nährlösung zu ersetzen. Durch die Senkung des Immunkomplex-Anteils im Blut, kann eine Linderung der Krankheitssymptome eintreten.
