Diabetes
Beim Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, handelt es sich um eine Stoffwechselstörung. Dabei sind die Blutzuckerwerte aufgrund unterschiedlicher Ursachen dauerhaft erhöht.
Zum einen liegt der Blutzuckeranstieg an einem Autoimmundefekt (Typ-1-Diabetes), sodass das eigene Immunsystem die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Diese sind für die Produktion des Hormons Insulin zuständig. Aus diesem Grund entsteht ein Insulinmangel.
Zum anderen kann die Zuckerkrankheit auch genetisch veranlagt sein (Typ-2-Diabetes). Verbunden mit anderen Risikofaktoren wie starkem Übergewicht und zu wenig körperlicher Bewegung reagieren die Körperzellen zunehmend unempfindlicher auf das Hormon Insulin. Dieses ist jedoch extrem wichtig, da es Glukose in die Blutlaufbahn befördert, wo der Zucker zur Energiegewinnung dient. Wenn die Zellen aber nicht mehr oder nur schlecht auf das Insulin reagieren, ist die Aufnahme gestört und der Zucker bleibt im Blut – der Blutzuckerspiegel steigt.
Therapie mit LDL-Apherese
Viele Patienten mit Diabetes mellitus leiden gleichzeitig an Fettstoffwechselstörungen, denn Insulin beeinflusst auch den Fettstoffwechsel. Das Hormon fördert die Aufnahmefähigkeit des Fettgewebes und der Leberzellen für freie Fettsäuren und deren Speicherung.
Bei der LDL-Apherese werden bestimmte Blutfette – insbesondere das LDL-Cholesterin sowie Liporotein(a) – effektiv aus dem Blut entfernt. Dadurch wird die Blutfett-Konzentration gesenkt. Das von den Fetten befreit Blut wird direkt danach dem Körper wieder zugeführt.
Wird der LDL-Wert konsequent im Blut abgesenkt, reduziert sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
