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    Aphereseverfahren

    Bei der Apherese können je nach Krankheitsbild verschiedene Blutbestandteile gefiltert werden. Im Apheresezentrum München bieten wir drei verschiedene Aphereseverfahren an.

    Erythrozyt-Apherese

    Bei der Erythrozyt-Apherese wird das gesamte Blut in den Separationsvorgang eingeleitet und lediglich die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) entnommen. Die restlichen Blutbestandteile werden dem Körper wieder zurückgeführt.

    Besonders bei Störungen des Eisenstoffwechsels (z.B. Hämochromatose) oder der Blutbildung sind Erythrozyt-Apheresen sinnvoll, denn in den roten Blutkörperchen wird Eisen gespeichert. Durch die Entnahme der Erythrozyten vermindert sich der Eisengehalt im Körper.

    Lange Zeit war der Aderlass die gängige Therapie bei vermehrter Eiseneinlagerung. Der Vorteil der Erythrozyt-Apherese ist jedoch, dass gezielt nur die roten Blutkörperchen aus dem Blut der Patienten entfernt werden, die restlichen Blutbestandteile aber dem Körper wieder zurückgeführt werden. Dadurch ist das Verfahren wesentlich effektiver und nachhaltiger.

    Indikationen: Hämochromatose, sekundäre Eisenüberladung (bei übermäßiger Eisenresorption, wiederholte Bluttransfusionen, exzessive Eisenzufuhr durch Ernährung), wenn Ursachen für erhöhte Eisenwerte nicht bekannt

    Plasmapherese

    Bei der Plasmapherese wird das Blut zunächst in Blutplasma und feste Blutbestandteile aufgetrennt. Dann kann das Plasma von krankmachenden oder toxischen Bestandteilen gereinigt werden, denn im Plasma sind zahlreiche Stoffe gelöst wie bestimmte Proteine.

    Bei manchen Krankheiten (z.B. Multiple Sklerose) sind Antikörper gegen körpereigene Strukturen im Plasma vorhanden. Der Körper bildet also Antikörper gegen die eigenen Organe oder Gewebe, was zu schwerwiegenden Krankheitssymptomen führt. Diese können gemildert werden, wenn diese krankmachenden Antikörper gezielt aus dem Plasma gefiltert werden oder ein Großteil des Plasmas durch eine spezielle Nährlösung ersetzt wird.

    Die Reinigung erfolgt außerhalb des Körpers in einer Apheresemaschine. Durch die Befreiung des Körpers von den toxischen Stoffen werden auch die körpereigenen Selbstheilungskräfte wieder stimuliert.

    Indikationen: Autoimmunerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Borreliose, Multiple Sklerose, Entgiftung bei Schwermetallbelastungen, Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), Guillain-Barré-Syndrom

    LDL-Apherese

    Auch die LDL-Apherese ist ein Blutreinigungsverfahren, bei dem bestimmte Blutfette – insbesondere das LDL-Cholesterin und Lipoprotein(a) – effektiv entfernt werden können. Diese werden aus dem Plasma des Blutes herausgefiltert und verworfen. Die restlichen Blutbestandteile erhält der Patient wieder zurück.

    Wird die Apherese-Behandlung regelmäßig durchgeführt, kann die dauerhafte Senkung der Blutfette mindestens 10 bis 20 % betragen.

    Indikationen: Fettstoffwechselstörungen, familiäre Hypocholesterinämie

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